Urban Miner | Willkommen im lebensnahen Stadtlabor!
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Willkommen im lebensnahen Stadtlabor!

Willkommen im lebensnahen Stadtlabor!

Treten Sie ein in das Reallabor von morgen und werden Sie Teil des Experiments.

Die Probranden von morgen sind ganze Städte. Städte, die zu Teststrecken technologischer Anwendungen werden. Das Instrument, ein „Living Lab“, das sich in einer neuen Dimension der Nutzbarmachung präsentiert. Der User, ein Stadtlaborbewohner, der möglichst lebensnah Technologien nutzt und auf Herz und Nieren prüft. Mit der bestmöglichen Absicht: Eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität durch technologischen Fortschritt zu erreichen.

Die spinnen(,) die Städte!

Der Automobilkonzern Toyota präsentierte bei der weltgrößten Elektronikshow in Las Vegas die „Woven City“ (gewebte Stadt) der Öffentlichkeit. Auf einem alten, 70 Hektar großen Fabriksgelände am Fuße des japanischen Mount Fuji entsteht eine gänzlich neue, technologisch-verwebte Stadt. Dabei geht es nicht nur darum Mobilität neu zu denken, sondern ein ganzes Forschungs-Ökosystem zu errichten. PartnerInnen, EntwicklerInnen, MitgestalterInnen, ErforscherInnen und BewohnerInnen, die in dieses Projekt eintauchen möchten, werden bereits gesucht.

Das Orakel von Hamburg

Viel zuverlässiger als Weissagungen aus Kaffeetassen sind Vorhersagen, die mittlerweile aus Daten generiert werden können. Auch in Europa finden „lebende Stadtlabore“ als überaus dienliches Instrument Anklang. Das CityScienceLab Hamburg macht die Hafenstadt selbst zum Living Lab. Die Informationsflut wird zu ansehnlichen Atlanten veredelt, die sich als digitale Stadtmodelle interpretierbar machen und Simulationen ermöglichen.

Damit liegt der Stadt ein handfestes Werkzeug vor, dass Entwicklungen erkennt und ein zeitnahes (Entgegen-)steuern erlaubt. Hätte Herkules diese Daten besessen, er hätte seine Aufgaben mit weit geringerem Kräfteaufwand erledigt. Nur „smarte“ Städte können in Zukunft wahre Stärke beweisen.

Smarte Nachbarschaft macht sich autark

Den großen Herausforderungen dieser Welt stellt sich auch eine Stadt in den Niederlanden. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit entsteht hier ein autarkes „Living Lab“, bestehend aus 100 Häusern. Der grüne und energieeffiziente Brainport Smart District soll unter Einbindung aller EinwohnerInnen erschaffen und gestaltet werden.

Der autonome Wirtschaftskreislauf entsteht unter Einsatz neuster Technologien und einer städtischen Datenplattform. Das lernende System erkennt Verbrauch und Bedarf. Energie und Lebensmittel sollen so überschusslos produziert werden können. Die Daten verbleiben dabei stets in der smarten Nachbarschaft im Eigentum der BewohnerInnen.

Reallabore mit weltweiter Wirkkraft

Weltgroße Konzerne, wie Sony oder Toyota drängen zunehmend in andere Märkte. Sie suchen technologische Synergien und hebeln bestehende Grenzen aus. Verbrauchernah wird vielerorts an Lebensweisen geforscht, die eine weltverändernde und positive Wirkkraft entwickeln können. Die Reallabore der Zukunft sind geformt von Kollaborationen zwischen Wissenschaft, Unternehmen und der Zivilgesellschaft. Das gegenseitige Lernen steht im Vordergrund – das experimentelle Umfeld fügt sich immer weiter in reale Lebenswelten ein.