Urban Miner | Voodoo Work – Arbeit als Kult
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Voodoo Work – Arbeit als Kult

Voodoo Work – Arbeit als Kult

Gesucht werden Arbeitsavatare entlang Europas Straßen. Voodoo-Puppen, die für Jubilare gebastelt wurden und diese in Arbeitsposen darstellen. Ein Phänomen, dem die Urban Miner auf den Grund gehen.

Diesem Kult entlang Österreichs Landstraßen tut die Digitalisierung keinen Abbruch: selbstgebastelte Puppen, die Jubilare zu ihren runden Geburtstagen in ihrer Arbeitspose oder am Wirtshaustisch zeigen. So sitzen Strohfiguren mit aufgeklebtem Gesicht, Perücke, Arbeitsmantel und Werkzeug neben einem „Alles Gute zum 50er Alois“ Schild. Was würde ein Voodoo-Priester sagen, führe er durchs Mühlviertel und entdeckte diesen Kult? Die Avatare würde ihm zumindest eines flüstern: dass wir uns mit unserer Arbeit identifizieren und definieren. Selbst unsere Nachnamen, wie Müller, Bauer oder Schmied, sind Index auf die Zunft voriger Generationen. Wie nahe uns die Arbeit am Leib ist, merken wir spätestens, wenn wir diese verlieren – durch Einsparungen, Digitalisierungswelle, etc.

Als Urban Miner spüren wir dem Phänomen der analogen Avatare nach und bitten um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Wir bitten um Postings solcher Voodoo-Arbeitspuppen samt Ortsangabe auf der Facebook-Seite facebook.com/VoodooWork und Hashtag #voodoowork.

Die Standorte werden wir in einer interaktiven Weltkarte verzeichnen, das kultursoziologische Phänomen wird in einem wissenschaftlichen Diskurs beforscht und als Buchprojekt publiziert.